Skrill Erfahrungen und Test: Anmeldung, Gebühren, Aufladen und Auszahlung im Überblick

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Was ist Skrill?

Als ich Skrill zum ersten Mal getestet habe, kannte ich den Dienst noch unter seinem alten Namen Moneybookers. Mittlerweile hat sich der britische eWallet-Anbieter zu einem der größten Zahlungsdienstleister in Europa entwickelt. Skrill gehört zur Paysafe Group und wird von der britischen Financial Conduct Authority (FCA) reguliert.

Der Dienst richtet sich an Nutzer, die online bezahlen, Geld senden oder internationale Überweisungen tätigen möchten — oft zu niedrigeren Gebühren als bei einer klassischen Banküberweisung. Besonders beliebt ist Skrill bei Nutzern, die regelmäßig Geld in verschiedenen Währungen bewegen.

Anmeldung und Verifizierung

Die Registrierung bei Skrill ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt. Sie benötigen lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und Ihre persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse). Nach der Registrierung können Sie sofort kleinere Beträge empfangen.

Für volle Funktionalität — also höhere Limits und die Möglichkeit, Geld abzuheben — ist eine Verifizierung erforderlich. Skrill verlangt hierzu:

  • Einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass)
  • Einen Adressnachweis (Kontoauszug oder Versorgerrechnung, nicht älter als 3 Monate)

In meinem Fall hat die Verifizierung drei Werktage gedauert. Das ist branchenüblich — der KYC-Prozess (Know Your Customer) ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dem Schutz vor Geldwäsche.

Funktionen im Überblick

Geld senden und empfangen

Die Kernfunktion von Skrill: Sie können Geld an andere Skrill-Nutzer senden — weltweit und in über 40 Währungen. Die Übertragung erfolgt in der Regel sofort. Für Zahlungen an Nicht-Skrill-Nutzer bietet der Dienst einen Money-Transfer-Service an.

Online-Zahlungen

Skrill wird von zahlreichen Online-Shops und Plattformen als Zahlungsmethode akzeptiert. Der Vorteil: Sie müssen dem Händler keine Bankdaten mitteilen. Stattdessen melden Sie sich bei Skrill an, bestätigen die Zahlung, und der Betrag wird von Ihrem Skrill-Guthaben abgebucht.

Skrill Prepaid Mastercard

Skrill bietet eine virtuelle und physische Prepaid Mastercard an. Damit können Sie Ihr Skrill-Guthaben am Geldautomaten abheben oder im stationären Handel kontaktlos bezahlen. Die Karte wird in Euro ausgestellt und eignet sich gut für Reisen, da Fremdwährungstransaktionen über den Mastercard-Wechselkurs abgerechnet werden.

Kryptowährungen

Seit einigen Jahren ermöglicht Skrill auch den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen direkt über die Plattform. Unterstützt werden unter anderem Bitcoin, Ethereum und Litecoin. Für den gelegentlichen Einstieg in Krypto ist das praktisch — für aktives Trading allerdings nicht die günstigste Lösung.

Gebühren

Vorgang Gebühr
Kontoeröffnung Kostenlos
Einzahlung per Banküberweisung Kostenlos
Einzahlung per Kreditkarte 1,25 %
Einzahlung per Sofortüberweisung 1,0 %
Geld senden (Skrill-zu-Skrill) 1,45 % (min. 0,50 €)
Auszahlung per SEPA 5,50 €
Währungsumrechnung 3,99 %
Inaktivitätsgebühr (ab 12 Monaten) 5,00 € / Monat

Die Gebührenstruktur ist auf den ersten Blick nicht ganz durchsichtig. Besonders die Inaktivitätsgebühr kann ärgerlich werden: Wenn Sie Ihr Konto länger als zwölf Monate nicht nutzen, zieht Skrill monatlich 5 Euro vom Guthaben ab. Mein Tipp: Wenn Sie Skrill nur sporadisch nutzen, heben Sie Ihr Restguthaben vorher ab.

VIP-Programm

Skrill bietet ein vierstufiges VIP-Programm an: Bronze, Silver, Gold und Diamond. Je nach Stufe erhalten Sie niedrigere Gebühren, einen persönlichen Kundenbetreuer und bessere Wechselkurse. Die Einstufung richtet sich nach Ihrem Transaktionsvolumen. Für Gelegenheitsnutzer ist das VIP-Programm allerdings nicht relevant — die Umsatzschwellen sind hoch.

Sicherheit

Skrill ist als E-Geld-Institut bei der FCA registriert und unterliegt strengen Auflagen. Kundengelder werden getrennt von Unternehmensgeldern verwahrt. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist verfügbar und sollte unbedingt aktiviert werden.

Als Ex-Bankkaufmann lege ich besonderen Wert auf die Regulierung: Die FCA-Lizenz bedeutet, dass Skrill regelmäßig geprüft wird und definierte Kapitalanforderungen erfüllen muss. Das ist ein deutlicher Unterschied zu unregulierten Zahlungsdiensten.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Unterstützt über 40 Währungen
  • Prepaid Mastercard verfügbar
  • FCA-reguliert
  • Kryptowährungen direkt kaufbar
  • Schnelle Überweisungen an andere Skrill-Nutzer

Nachteile

  • Gebühren bei Kreditkarten-Einzahlung
  • Hohe Auszahlungsgebühr (5,50 € per SEPA)
  • Inaktivitätsgebühr ab 12 Monaten
  • Währungsumrechnungsgebühr von 3,99 %
  • VIP-Programm nur für Vielnutzer relevant

Fazit

Skrill ist ein solider eWallet-Dienst, der seine Stärken vor allem bei internationalen Transfers und als Alternative zur klassischen Banküberweisung ausspielt. Für Gelegenheitsnutzer, die nur in Deutschland online einkaufen, ist PayPal in der Regel die günstigere Wahl. Wer jedoch regelmäßig Geld in verschiedenen Währungen bewegt oder die Prepaid Mastercard nutzen möchte, findet in Skrill einen zuverlässigen Partner.

Meine persönliche Bewertung: Skrill erfüllt seinen Zweck gut, aber die Gebührenstruktur könnte transparenter sein. Vergleichen Sie vor der Nutzung die Konditionen mit Neteller — die beiden Dienste gehören zur selben Unternehmensgruppe, unterscheiden sich aber in den Details.

Alle Anbieter im direkten Vergleich finden Sie auf meiner eWallet-Übersichtsseite.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Finanzberatung dar. Alle Angaben basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und öffentlich zugänglichen Informationen. Gebühren und Konditionen können sich jederzeit ändern — prüfen Sie die aktuellen Bedingungen direkt beim Anbieter.