Amazon Pay erklärt: So funktioniert das Bezahlen mit Ihrem Amazon-Konto in Online-Shops

Hand hält Smartphone mit orangem Checkout-Button vor Einkaufstüten

Amazon Pay: Bezahlen mit dem Amazon-Konto

Amazon Pay ist streng genommen kein klassisches eWallet, sondern ein Payment Service: Sie nutzen Ihr bestehendes Amazon-Konto, um in externen Online-Shops zu bezahlen — ohne dort ein separates Konto anlegen oder Zahlungsdaten eingeben zu müssen. Die Idee dahinter ist simpel, und genau darin liegt die Stärke des Dienstes.

Wenn Sie bereits ein Amazon-Konto besitzen — und das tun laut Statistiken rund 90 Prozent der deutschen Online-Käufer — können Sie Amazon Pay ohne zusätzliche Registrierung nutzen. Die in Ihrem Amazon-Konto hinterlegten Zahlungsmethoden (Kreditkarte, Lastschrift, Geschenkguthaben) werden automatisch übernommen.

Wie funktioniert Amazon Pay?

  1. Shop-Auswahl: Sie kaufen in einem Online-Shop ein, der Amazon Pay als Zahlungsoption anbietet.
  2. Login: An der Kasse klicken Sie auf „Bezahlen mit Amazon“ und melden sich mit Ihren Amazon-Zugangsdaten an.
  3. Bestätigung: Amazon überträgt Ihre Lieferadresse und Zahlungsmethode an den Shop. Sie bestätigen die Zahlung.
  4. Abrechnung: Der Betrag wird über die in Ihrem Amazon-Konto hinterlegte Zahlungsmethode abgebucht.

Der Vorteil: Der Händler sieht zu keinem Zeitpunkt Ihre Kreditkarten- oder Bankdaten. Amazon fungiert als Vermittler und wickelt die Zahlung ab.

Wo kann man mit Amazon Pay bezahlen?

Amazon Pay wird von einer wachsenden Zahl von Online-Shops akzeptiert. Darunter sind sowohl große Händler als auch kleinere Nischen-Shops. Die Akzeptanz ist allerdings deutlich geringer als bei PayPal. In meinem Test habe ich Amazon Pay bei etwa einem Drittel der von mir regelmäßig genutzten Shops als Option gefunden.

Für den stationären Handel ist Amazon Pay in Deutschland bislang nicht relevant — hier setzen die meisten Verbraucher auf Mobile Payment per NFC.

Gebühren für Käufer

Für Käufer ist Amazon Pay vollständig kostenlos. Es fallen keine Transaktionsgebühren, Jahresgebühren oder versteckten Kosten an. Die Gebühren trägt der Händler — ähnlich wie bei PayPal oder Kreditkartenzahlungen.

Sicherheit

Amazon Pay profitiert von der robusten Sicherheitsinfrastruktur des Amazon-Konzerns. Ihre Zahlungsdaten werden verschlüsselt übertragen und nicht an den Händler weitergegeben. Die Amazon-A-bis-Z-Garantie greift auch bei Zahlungen über Amazon Pay: Wenn ein Produkt nicht ankommt oder wesentlich von der Beschreibung abweicht, können Sie über Amazon einen Erstattungsantrag stellen.

Aus meiner Erfahrung als Bankkaufmann rate ich dennoch: Aktivieren Sie die Zwei-Stufen-Verifizierung in Ihrem Amazon-Konto. Da Amazon Pay direkt an Ihre Amazon-Zugangsdaten gekoppelt ist, wäre ein kompromittiertes Amazon-Konto ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Keine zusätzliche Registrierung nötig
  • Keine Gebühren für Käufer
  • Händler sieht keine Zahlungsdaten
  • A-bis-Z-Garantie als Käuferschutz
  • Schneller Checkout-Prozess

Nachteile

  • Deutlich geringere Akzeptanz als PayPal
  • Setzt Amazon-Konto voraus
  • Kein eigenständiges Guthaben-System
  • Keine Nutzung im stationären Handel
  • Keine Peer-to-Peer-Überweisungen

Amazon Pay vs. PayPal

Die Frage, ob Amazon Pay oder PayPal die bessere Wahl ist, stellt sich in der Praxis selten — denn die beiden Dienste schließen sich nicht aus. PayPal hat die deutlich höhere Akzeptanz und bietet mit Geld senden, PayPal.Me und der PayPal-Kreditkarte mehr Funktionen. Amazon Pay punktet mit der nahtlosen Integration ins Amazon-Ökosystem und der Tatsache, dass kein zusätzliches Konto nötig ist.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie Amazon Pay dort, wo es angeboten wird — es kostet Sie nichts und spart Zeit. Für die breitere Abdeckung behalten Sie PayPal als Standard-Zahlungsmethode bei.

Alle Anbieter im direkten Vergleich finden Sie auf meiner eWallet-Übersichtsseite.