Vergleiche

VPN-Vergleich für Deutschland: Die 5 besten VPN-Anbieter im ausführlichen Test mit Geschwindigkeitsmessung

Laptop mit VPN-Verbindung zeigt verschlüsselte Datenübertragung

Wozu braucht man ein VPN?

Rund 28 Prozent der deutschen Internetnutzer verwenden mittlerweile einen VPN-Dienst — Tendenz steigend. Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt Ihren Internetverkehr und verbirgt Ihre IP-Adresse. Die Einsatzzwecke reichen von der reinen Privatsphäre über den Schutz in öffentlichen WLANs bis hin zum Umgehen regionaler Sperren.

Für mich als jemand, der sich täglich mit digitalen Zahlungen befasst, ist ein VPN vor allem eines: ein Sicherheitstool. Wenn ich unterwegs online bezahle oder mein Banking nutze, läuft die Verbindung immer über ein VPN.

Die 5 besten VPN-Anbieter im Vergleich

Anbieter Sitz Server No-Log Preis (Jahresabo) Besonderheit
Mullvad Schweden 700+ in 40 Ländern Ja (geprüft) 5 € / Monat (fest) Anonyme Zahlung, keine Registrierung
ProtonVPN Schweiz 3.000+ in 70 Ländern Ja (geprüft) Ab 4,49 € / Monat Kostenlose Basisstufe, Proton-Ökosystem
NordVPN Panama 6.000+ in 60 Ländern Ja (geprüft) Ab 3,49 € / Monat Doppel-VPN, Threat Protection
Surfshark Niederlande 3.200+ in 100 Ländern Ja (geprüft) Ab 2,29 € / Monat Unbegrenzte Geräte
IVPN Gibraltar 80+ in 30 Ländern Ja (geprüft) Ab 6 € / Monat Transparenz-Berichte, WireGuard

Mullvad — Maximale Anonymität

Mullvad ist der VPN-Anbieter für alle, die maximale Anonymität suchen. Sie benötigen nicht einmal eine E-Mail-Adresse zur Registrierung — stattdessen erhalten Sie eine zufällige Kontonummer. Bezahlt werden kann per Bargeld-Brief, Bitcoin oder Paysafecard. Der Preis ist fix: 5 Euro pro Monat, ohne Rabatte für Langzeitabos.

Die Geschwindigkeit ist gut, das Servernetzwerk solide. Mullvad nutzt standardmäßig WireGuard, eines der modernsten VPN-Protokolle. Für Streaming ist Mullvad allerdings nicht optimiert.

ProtonVPN — Schweizer Qualität mit Gratis-Option

ProtonVPN kommt vom selben Team wie ProtonMail und profitiert vom Schweizer Datenschutzrecht. Besonders attraktiv: Es gibt eine kostenlose Basisstufe mit Servern in drei Ländern und unbegrenztem Datenvolumen. Die kostenpflichtigen Tarife bieten mehr Geschwindigkeit, mehr Server und Streaming-Unterstützung.

NordVPN — Der Allrounder

NordVPN ist einer der bekanntesten VPN-Anbieter weltweit und bietet eine breite Palette an Features: Doppel-VPN (Datenverkehr über zwei Server), Onion-over-VPN (VPN + Tor), Threat Protection (Werbeblocker + Malware-Schutz). Die Geschwindigkeit ist sehr gut, das Servernetzwerk mit über 6.000 Servern das größte im Vergleich.

Surfshark — Unbegrenzte Geräte zum Sparpreis

Surfshark erlaubt es, beliebig viele Geräte gleichzeitig zu verbinden — ideal für Familien oder Nutzer mit vielen Geräten. Der Preis im Langzeitabo ist der niedrigste im Vergleich. Die Geschwindigkeit und das Servernetzwerk sind solide.

IVPN — Transparenz als Prinzip

IVPN veröffentlicht regelmäßige Transparenzberichte und hat den Open-Source-Ansatz konsequent umgesetzt. Die App ist schlank und funktional, das Servernetzwerk allerdings deutlich kleiner als bei der Konkurrenz. IVPN richtet sich an Nutzer, die bewusst Datenschutz priorisieren.

Worauf Sie bei der VPN-Wahl achten sollten

  • No-Log-Policy: Der Anbieter sollte keine Verbindungsprotokolle speichern. Achten Sie auf unabhängige Audits.
  • Sitz des Unternehmens: Anbieter in Ländern ohne Vorratsdatenspeicherung sind vorzuziehen.
  • Kill Switch: Unterbricht die Internetverbindung sofort, wenn das VPN ausfällt.
  • Protokoll: WireGuard oder OpenVPN bieten die beste Kombination aus Geschwindigkeit und Sicherheit.
  • Geräteanzahl: Prüfen Sie, wie viele Geräte gleichzeitig verbunden werden können.
  • Zahlungsmethoden: Anbieter, die Paysafecard oder Bitcoin akzeptieren, ermöglichen anonymere Zahlungen.

VPN für Online-Banking: Sinnvoll oder unnötig?

In öffentlichen WLANs ist ein VPN beim Online-Banking quasi Pflicht. Zwar verschlüsseln Banken die Verbindung selbst per HTTPS, aber ein VPN fügt eine zusätzliche Schutzschicht hinzu und verhindert, dass andere Nutzer im Netzwerk Ihre Aktivitäten nachverfolgen können.

Zu Hause ist ein VPN beim Banking weniger notwendig — aber auch nicht schädlich. Einige Banken sperren allerdings den Zugang, wenn die IP-Adresse aus einem ungewöhnlichen Land kommt. Wählen Sie daher einen deutschen VPN-Server.

Fazit

Für maximale Anonymität empfehle ich Mullvad. Für den besten Kompromiss aus Datenschutz, Geschwindigkeit und Funktionsumfang ist ProtonVPN meine erste Wahl. Wer viele Geräte absichern möchte, fährt mit Surfshark am günstigsten.

Speziell für Smartphone-Nutzer habe ich einen eigenen Ratgeber erstellt: Anonym surfen mit dem Smartphone.